Programm

Programm vom 09.08.2020 bis 13.08.2020

Sonntag, 9.8.20:

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Zwischenzeit extra“.

17 Uhr “Tanzparkett spezial”. Heute: Tonfilmschlager.

19 Uhr „Lonesome Traveler“; Heute: Old Chunk of Coal – Billy Joe Shaver/Waylon Jennings.

20 Uhr “Devil’s Kitchen”; Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”; Das Metalradio.

0 Uhr „Nachtprogramm“; A Young Person’s Guide To The Beatles, Part 2 – 1966-1970 (bis 8 Uhr).

 

Montag, 10.8.20:

8 Uhr: Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Musiktaxi“.

18 Uhr „Beethoven und andere Helden der Musikgeschichte“, Beiträge von Studierenden der Musikakademie Louis Spohr; Teil 1; Moderation: Aziza Nazarova.

19 Uhr „Monkeymusikmovement“; Eine Stunde Rapmusik.

20 Uhr „Fangschalltung“; Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr “Ear Catcher“; Neue Filme und CDs.

23 Uhr „Forum experimentell“.

1 Uhr „Nachtprogramm“; Frei-hoch-zwei-Nacht - wavelike-Retrospektive.

 

Dienstag, 11.8.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr: Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“; in türkischer Sprache.

18 Uhr „Zwischenzeit“; Gedanken, Gespräche, Geständnisse.

19 Uhr „Frei hoch zwei“.

20 Uhr „Liederleute“; Magazin für Musik und Politik.

21 Uhr „attac-Radio“, Heute: Menschenrechtspflichten für Unternehmen und Konzerne weltweit - Die UN Binding Treaty Verhandlungen und die Zivilgesellschaft.

22 Uhr „Only Vinyl“; Plattenspiele.

0 Uhr „Nachtprogramm“, US-Punk der 80er Jahre, u.a. mit Dead Kennedys, Replacements, Hüsker Dü, Minutemen, Black Flag.

 

Mittwoch, 12.8.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms von Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Platz da - Wir sind die Neuen“; Das Vier-Augen-Prinzip.

19 Uhr „Memories“, Hits aus Ost und West.

20 Uhr „Jazzcafe“. WH vom 01.07.2020: Joachim Kühn - Melodic Ornette Coleman.

21 Uhr „Tanzparkett“, Heute: Ein Kasseler Junge macht Karriere -
Bernard Etté und sein Tanzorchester, Folge 1.

22 Uhr „Anorak City spezial“; Das Plattenlabel Vinyl Japan, Folge 1.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Bay-City-Rollers-Nacht.

 

Donnerstag, 13.8.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“; Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“; in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

20 Uhr „Irie Ites“; Reggae und Dub.

22 Uhr „Borderline“; Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“; Indie-Pop, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Nachtprogramm“; A Young Person’s Guide To Popular Music.

Programminfos

Programminfos vom 06.08.2020 bis 13.08.2020

Beethoven und andere Helden der Musikgeschichte

In drei Episoden stellen Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ bei uns im Programm Musik von Ludwig van Beethoven und anderen großen Komponisten der Klassik, Romantik und Moderne vor. Das trifft sich gut, denn in diesem Jahr wird Beethoven aus Anlass seines 250. Geburtstags groß gefeiert. In den Sendungen der Studierenden ist natürlich seine Musik zu hören. Auf dem Programm stehen aber auch viele andere spannende Werke, unter anderem von Robert Schumann, Dmitri Schostakowitsch oder Antonìn Dvořák. Die Produktionen sind das Ergebnis eines medienpraktischen Seminars unter Leitung von Felix Werthschulte.

Moderation: Aziza Nazarova

  • Sendetermin: Montag, 10. August 2020, 18 Uhr
  • Wiederholung: Dienstag, 11. August 2020, 10 Uhr.

 

Ein Kasseler Junge macht Karriere

Bernard Etté und sein Tanzorchester, Folge 1

Schon von jeher gilt unser Interesse auch jener Musik der Schellackplattenzeit, die einen wie auch immer gearteten Bezug zu Kassel hat.
Das müssen keine Lieder über Kassel sein, von denen es auf die Schallplatte ohnehin nur wenige geschafft haben; von einigen weiteren sind uns nur Notenblätter bekannt.
Aber nicht nur Musik über Kassel gab es - auch einige Akteure der damaligen Zeit hatten einen besonderen Bezug zu unserer Stadt.
Das gilt insonderheit für den Geiger und Kapellmeister, den wir Ihnen in unserer bisher umfangreichsten Reihe über ein einzelnes Orchester in zwölf Folgen vorstellen wollen. Ein langgehegter Wunsch der „Tanzparkett“-Redaktion geht damit in Erfüllung.
Es handelt sich um einen Friseurssohn vom Königstor, der in Berlin (und über Platte und Funk in ganz Europa) bekannt werden sollte, nämlich Bernhard Ette, der auf Plattenetiketten vor 1933 als Bernard Etté firmierte und unter dieser Schreibweise zu großer Popularität gelangte.
Seine Geschichte (und damit die seiner Orchesterformationen) ist zugleich ein Spiegelbild der deutschen Tanzmusik der 20er bis 40er Jahre und ihrer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit - sowie der Entwicklung des Rundfunks in Deutschland und der deutschen Plattenindustrie.
Der am 13. September 1898 in Kassel geborene Ette wurde ebenda am Louis-Spohr-Konservatorium als Geiger ausgebildet, was er u.a. mit Auftritten in Kasseler Weinstuben und als Stummfilmbegleiter finanzierte.
Er begann seine Schallplattenkarriere im Jahre 1923 auf dem Kleinetikett Star-Record, das, wie fast alle damaligen Plattenhersteller Deutschlands, in Berlin saß. Dieses Engagement beschränkte sich allerdings auf eine einzige Aufnahmesitzung unter seinem Namen.
Im Verlaufe des Jahres 1923 wechselte er zur Vox-Schallplatte, die ab November 1923 im Vox-Haus in Berlin auch den ersten kommerziellen Rundfunksender im Deutschen Reich betrieb. Durch seine dortige Verpflichtung als erster Rundfunkkapellmeister Deutschlands wurde er, da der Sender europaweit zu hören war, über die Grenzen hinaus bekannt. In den folgenden Jahren nahm er Hunderte von Platten für die Vox auf. Daneben war das Orchester im Laufe der Zeit in etlichen gehobenen Lokalen Berlins engagiert. Im Sommer 1924 unternahm Ette eine erste Amerikareise zum Studium der Jazzmusik in ihrem Mutterland. Ein Ergebnis war die Anstellung US-amerikanischer Solisten im Orchester, das er in Richtung des „gebändigten“, semisymphonischen Jazz à la Paul Whiteman zu entwickeln suchte. Mit dieser Stilrichtung hoffte Ette, nicht nur Tanzsäle, sondern vor allem auch Konzerthäuser zu füllen.
Erheblich „hotter“ spielte das Orchester 1927 für die Plattenfirma Tri-Ergon unter der Bezeichnung „The Jazz Kings“, hier allerdings ohne Leitung des Chefs. Deshalb sollen diese Platten einmal Thema einer eigenständigen Sendung sein und sind in unserer mit dieser Ausgabe beginnenden Reihe nicht enthalten.
Nach dem Bankrott der Vox Anfang 1929 kam Ette zur Deutschen Crystalate, einer mit englischem Kapital neugegründeten Firma, welche aus der Konkursmasse der Vox die Matrizen und auch einige der Künstler für ihre preiswerte Kristall-Schallplatte übernahm. Auch hier folgten weitere Einspielungen in erheblicher Anzahl.
Als sein Engagement dort endete, nahm ihn die Carl-Lindström-AG unter Vertrag, zunächst für ihr Billigetikett Gloria. Später rückte er zur Lindström-Hauptmarke Odeon auf. 1939 jedoch wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.
1940 finden sich vier von Ettes Orchester eingespielte Plattenseiten mit US-Titeln im Telefunken-Aufnahmebuch und -Katalog. Zu einem festen Abschluß mit der Telefunkenplatte kam es aber nicht.
1941 nahm ihn der unabhängige Produzent Otto Stahmann unter Vertrag, der in Potsdam-Babelsberg die Tempo-Schallplattenfabrik betrieb. Die aus dem Brillant-/ Brillant-Special-Etikett hervorgegangene Tempo-Schallplatte hatte ursprünglich den Kaufhausmarkt bedient, wurde aber im Kriege auch in normalen Plattenläden angeboten. Da sie buchstäblich bis in die letzten Tage des Krieges zu kaufen war, sind auch Ettes Tempo-Einspielungen entsprechend populär gewesen. Neben dem Tempo-Engagement spielte das Orchester zur Truppenbetreuung.
Nach Kriegsende kam Ette bei der deutschen Dependance der neuen österreichischen Plattenfirma Austroton unter. Obwohl er noch bis weit in die 50er Jahre hinein mit seinem Bühnenschauorchester auf Tournee war, so noch 1957 z.B. in Leipzig und Luxemburg, liegen seine letzten Plattenaufnahmen, eben für die Austroton, im Jahre 1950.
Nachdem er schließlich 1961 wegen einer Erkrankung seine musikalische Tätigkeit hatte aufgeben müssen, wurde es still um ihn. Am 26. September 1973 starb er, verarmt und vergessen, in einem Altersheim im bayerischen Mühldorf.
In der ersten Folge befassen wir uns mit seinen frühen Vox-Aufnahmen aus der Zeit von Herbst 1923 bis Herbst 1924.
Durchs Programm führen Peter Michael und Thomas Sosna.

  • Sendetermin: „Tanzparkett“, Mittwoch, 12. August 2020, 21 Uhr
  • Wiederholung: Donnerstag, 13. August 2020, 13 Uhr

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Das sind WIR

Da war doch noch was!?

Über uns

"Gesellschaft zur drahtlosen Belehrung und Erbauung"

 

Das Freie Radio Kassel (kurz FRK) ist ein nichtkommerzieller lokaler Hörfunksender, der im Kasseler Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden zu empfangen ist.

 

Die Sendefrequenzen sind: UKW 105,8 MHz (Antenne) bzw. DAB+ über Kanal 6A (FRK) .

 

Das Sendestudio hat sich seit Gründung in der historischen, denkmalgeschützten Kulturfabrik Salzmann im Kasseler Stadtteil Bettenhausen befunden und musste Anfang 2013 in die Innenstadt umziehen (Opernstraße2 ).

Wir sind 105,8 MHz

Das Freie Radio Kassel ist weitgehend ehrenamtlich organisiert und bietet Interessierten die Möglichkeit, eigenverantwortlich Radiobeiträge zu produzieren und zu senden. Inhaltliche Schwerpunkte sind zum einen die lokale und regionale Berichterstattung, zum anderen ein Musikprogramm, das sich deutlich von dem kommerzieller oder öffentlich-rechtlicher Sender unterscheidet.

 

Das Programm wird von lokalen Vereinen, Initiativen und sonstigen Gruppen sowie von Einzelpersonen erstellt, die in der inhaltlichen und formalen Gestaltung ihrer Sendungen weitgehend autonom sind. Das Freie Radio Kassel verfügt im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermedien über ein festes Programmschema mit periodisch wiederkehrenden Sendungen. Das FRK versteht sich als "Einschaltradio", d.h., Hörer schalten gezielt ein, um bestimmte Sendungen zu verfolgen. Zu den Aufgaben des Freien Radios gehört darüberhinaus die Vermittlung von Medienkompetenz. Dies geschieht durch vielfältige medienpädagogische Projekte, die oft in Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Jugendzentren und anderen Bildungsträgern durchgeführt werden.

 

Die Finanzierung des Senders erfolgt größtenteils über Mittel der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (LPR Hessen). Diese verwendet einen Teil des ihr zufließenden Anteils an den Rundfunkgebühren zur Förderung nichtkommerzieller Medienprojekte.