Das Freie Radio trauert um

Wolf Silaff

Allen Nutzern, Freunden und Hörern des Freien Radios müssen wir eine sehr traurige Mitteilung machen:

Unser Kollege Wolf Silaff, der seit vielen Jahren beim FRK aktiv war und u.a. die Sendungen "Lonesome Traveler" und "Die Lange Rille" betreut hat, ist am 1. August an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben - kurz nach seinem 71. Geburtstag. Obwohl Wolf schon länger gesundheitlich angeschlagen war, kam sein Tod doch völlig überraschend.

Wir trauern mit seinen Freunden und seiner Familie und werden ihn nicht vergessen. Mehr als 15 Jahre gehörten seine Sendungen zu den wichtigsten und dauerhaftesten Stützen im Programm des FRK. Er war ein absoluter Musik-Experte, kannte sich in Bereichen wie Rock’n’Roll, Folk, Country oder Blues so gut aus wie niemand sonst. Sein Tod reißt eine große Lücke, die nicht zu schließen sein wird.

So long, Lonesome Traveler!

Programm

Programm vom 22.09.2021 bis 30.09.2021

Mittwoch, 22.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms von Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Platz da - Wir sind die Neuen“; Das Vier-Augen-Prinzip.

19 Uhr „Memories“, Hits aus Ost und West.

20 Uhr „Jazzcafe“.

21 Uhr „Tanzparkett“.

22 Uhr „Scorothek“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Talking-Heads-Nacht; u.a. mit den LPs „Remain In Light“, “Little Creatures”, „More Songs About Buildings And Food”.

 

Donnerstag, 23.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“; Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“; in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Musik-Lounge“; Rock, Pop, Oldies.

20 Uhr „Irie Ites“; Reggae und Dub.

22 Uhr „Borderline“; Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“; Indie-Pop, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Zum 20. Geburtstag: Lange „Handmade“-Nacht.

 

Freitag, 24.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“,  Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Themenwechsel“, Heute u.a.: Hartz IV – Wie wir leben, da guckt keiner hin (Teil 3).
 
20 Uhr „Borderline extra“, Musik für Grenzgänger; 1980-1982 - Neueste Deutsche Welle; heute: Freiwillige Selbstkontrolle – Das Album „Stürmer“.

21 Uhr „Fast vorwärts“.

22 Uhr „Kabarett live.

1 Uhr „Nachtprogramm“, Grateful-Dead-Nacht, Boston Music Hall, June 1976.

 

Samstag, 25.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „FRQNZ On Air“.

18 Uhr “Country Classics”; Zum Tod von Don Everly - Die Country-Rock-Aufnahmen der Everly Brothers. .

21 Uhr „Aoxomoxoa”; Das Rock-Kaleidoskop.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Bob Dylan zum 80; Heute: Aufzeichnungen vom Frankfurter Dylan-Kongreß 2006.

 

Sonntag, 26.9.21:

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Kinderradio“.

17 Uhr „Campusradio spezial“, Berichte zur Bundestagswahl.

20 Uhr “Devil’s Kitchen”, Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”, Das Metalradio.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Bob Dylan zum 80; Heute: Protest und Poesie – Bob Dylan als politischer Liedermacher (bis 8 Uhr).

 

Montag, 27.9.21:

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Somaaliyay Toos“, (in somalischer Sprache).

18 Uhr „Tom‘s Rock And Pop Specials", Songs und Songgeschichten.

20 Uhr „Fangschalltung“, Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr „Ear Catcher“, Neue Platten und DVDs.

23 Uhr „Einheizradio”, Musik und Satirisches.

1 Uhr „Nachtprogramm“; Make Rave, Not Hate.

 

Dienstag, 28.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Campusradio“.

19 Uhr „Deutsch – Mein neues Hobby“.

20 Uhr „Liederleute“, Magazin für Musik und Politik.

22 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Bob Dylan wird 80; Heute: Bob Dylans surrealistische Songpoesie. 

 

Mittwoch, 29.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr “The Essence"; Unique Hip Hop & more.

19 Uhr „Handmade classics”.

20 Uhr „Handmade“.

21 Uhr „Magic Moments“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Talking-Heads-Nacht; u.a. mit den LPs „Remain In Light“, “Little Creatures”, „More Songs About Buildings And Food”.

 

Donnerstag, 30.9.21:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Musik-Lounge“, Pop, Rock, Oldies.

20 Uhr „Musica Latina“, Lateinamerikanische Musik (in spanischer Sprache).

21 Uhr „Viaje Radial“; Rundreise durch Lateinamerika (in spanischer Sprache).

22 Uhr „Borderline“, Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „ Nachtprogramm“, 20 Jahre „Handmade“ – Die Jubiläums-Nacht.

Programminfos

Programminfos vom 17.09.2021 bis 23.09.2021

Hartz IV und die Parteien

Heute hören wir den zweiten Teil unserer kleinen Feature-Podcast-Reihe zum Thema Hartz IV. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Pläne, die die Parteien in Sachen Sozialpolitik haben – im Wahlkampf spielt dieses Thema merkwürdigerweise nur eine untergeordnete Rolle. Und nach der in dieser Woche verkündeten Erhöhung der Fördersätze um ganze 3 Euro monatlich scheint es eher unwahrscheinlich, daß die Politik ihre restriktive Gangart grundlegend ändern wird. Das „Zwischenfunken“-Feature ist unter dem Titel „Wie wir leben, da guckt keiner hin“ auch als Podcast abrufbar.
Im zweiten Teil der Sendung feiern wir Hank Williams zu seinem 98. Geburtstag. Gut, das ist jetzt nicht direkt ein rundes Jubiläum, aber da der Geburtstag diesmal genau auf unseren heutigen Sendetermin fällt, wollen wir den „Shakespeare der Country Music“ ausgiebig würdigen – schließlich haben wir es hier mit einem der großartigsten und einflußreichsten Songschreiber aller Zeiten zu tun, der nicht nur durch seinen frühen Tod (er starb bereits 1953 mit 29 Jahren) zur Legende wurde. Heute beschränken wir uns mit den Jubelarien zunächst auf eine Stunde – aber in zwei Jahren, zum runden Jubiläum, werden wir natürlich mindesten eine Radio-Festwoche präsentieren.

  • Sendertermin: „Themenwechsel“, Freitag, 17. September 2021, 18 Uhr

 

Zum Tod von Doktor Stratmann

Ruhrpott-Comedy ist immer noch „in“ – Künstler wie Herbert Knebel füllen seit Jahren die Hallen und Zelte, nicht nur in Nordrhein-Westfalen. „Tegtmeiers Erben“ begeistern mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit die Kabarett- und Comedy-Fans selbst in den hintersten Winkeln der Republik.
Zu den prominentesten Vertretern dieses speziellen Gattung zählt auch Doktor Stratmann, der als leibhaftiger Mediziner seit Mitte der 90er Jahre seine Profession auf die Kabarettbühne gebracht und dabei seine Berufskollegen oft heftig durch den Kakao gezogen hat. Mit seiner Kunstfigur „Jupp“ erlangte er Kultstatus und füllte in seiner Heimat an Rhein und Ruhr selbst die größten Hallen. Schon vor einiger Zeit hat sich Ludger Stratmann (so sein bürgerlicher Name) von der Bühne zurückgezogen, nun ist er mit 73 Jahren gestorben. Wir erinnern an ihn und senden einen Mitschnitt von 2004, als Doktor Stratmann beim „Sommer im Park“ das Zelt in Vellmar in Begeisterung versetzte.

  • Sendetermin: „Kabarett live“, Freitag, 17. September 2021, 22 Uhr

 

Zum Tod von Don Everly: Country-Rock mit den Everly Brothers

Sicher, die Everly Brothers waren eigentlich immer irgendwie „country“. Sie entstammten einer Südstaaten-Musikerfamilie, die schon in den 40er und 50er Jahren auf diversen Country-Radiostationen zu hören war, und auch die beiden Brüder Don und Phil durften bereits in Kindertagen ans Mikro und ihren später weltberühmten zweistimmigen Harmoniegesang zum besten geben. Auch mit Beginn ihrer großen Karriere hatten die beiden Goldkehlchen deutlich mehr Bezüge zur Country Music als zum Rock’n’Roll, dem sie aus marktstrategischen Gründen offiziell zugerechnet wurden. Ihre musikalischen Wurzeln lagen ganz eindeutig im klassischen Close-Harmony-Gesang von Country-Pionieren wie den Blue Sky Boys oder den Louvin Brothers.
Nach mehreren Jahren des Erfolgs und nach etlichen Mega-Hits wie „Bye Bye Love“ oder „All I Have To Do Is Dream“ war die ganz große Ära der Everlys ab etwa Mitte der 60er Jahre vorbei – sie wurden, wie so viele ihrer amerikanischen Kollegen, von der britischen Beat-Invasion förmlich hinweggefegt. In dieser Situation besannen sich Don und Phil Everly ihrer musikalischen Wurzeln und wandten sich wieder stärker der Country Music zu. Drei der Alben, die zwischen 1966 und 1968 erschienen sind und die eine Brücke zwischen traditionellen Country-Klängen und dem psychedelischen Rock der 60er schlagen, wurden jüngst im Rahmen einer Dreifach-CD wiederveröffentlicht. Wir stellen die Edition vor.
(Anläßlich des Todes von Don Everly nehmen wir diese Sendung aus dem Jahr 2020 erneut ins Programm.)

  • Sendetermin: „Country Classics“, Samstag, 18. September 2021, 18 Uhr

 

Immer an der Wand lang

Der Alkoholgenuß (und seine Folgen) auf Schallplatte, 1906 bis 1936

Dies vorweg: Keinesfalls wollen wir die Gefahren des Alkoholkonsums kleinreden oder gar zur Unmäßigkeit in dieser Angelegenheit anstiften. Ohne Frage ist Alkohol am falschen Platze und zur falschen Zeit eine Geißel der Menschheit.

Anderseits genießt diese Menschheit, um in Stimmung zu kommen oder aus kultischen Gründen (manchmal geht beides Hand in Hand), seit wohl 5.000 Jahren oder länger den vergorenen Saft verschiedenster Früchte. In vielen Gegenden war zudem Wein lange Zeit erheblich weniger gesundheitsgefährdend als das erhältliche, durch Verunreinigungen, Krankheitserreger oder Parasiten verdorbene Wasser. Wie der Lateiner sagt: Abusus non tollit usum - der Mißbrauch hebt den geordneten Gebrauch nicht auf.

Und hat nicht von jeher der - wohlgemerkt gelegentliche bzw. unabsichtliche, natürlich nicht der krankhafte - Mißbrauch seine komischen Seiten? Zumindest für den Beobachter aus sicherer Entfernung ...

Dies wußten auch die Komponisten, Textdichter und Schallplattenkünstler im ersten guten Drittel des 20. Jahrhunderts.

Schließlich sind auch die aktuellen Zeiten durchaus dazu angetan, gelegentlich ein wenig tiefer ins Glas zu blicken als üblich ...

In der aktuellen Ausgabe bringen wir Ihnen Schlager rund ums „gute Tröpfchen“, aufgenommen von der Kaiserzeit bis ins Olympiajahr 1936.

Durchdie Ausgabe begleitet Sie Thomas Sosna.

  • Sendetermin: „Tanzparkett extra“, Sonntag, 19. September 2021, 17 Uhr
  • Wiederholung: Montag, 20. September, 9 Uhr

 

Über Pferde, Revolutionen und Schnitte: Sergej Eisensteins Theorie der Montage

Der Russe Sergej M. Eisenstein (1898 - 1948) war nicht nur einer der größten Filmemacher des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein einflussreicher Filmtheoretiker. Dabei beschäftigen sich seine Gedanken hauptsächlich mit einem Thema: der „Montage“. Was es damit auf sich ha,t besprechen wir in dieser Folge von Kinoglas. Herausarbeiten wollen wir dabei u.a., inwiefern man Eisensteins Theorie politisch verstehen muss und weshalb er so einflussreich war. Neben seinen Texten widmen wir uns hauptsächlich seinem Film „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925.

  • Sendetermin: „Kinoglas“, Dienstag, 21. September 2021, 18 Uhr

 

Ich brauch‘ Zigaretten, ich brauch‘ rotes Licht ...

Zum 70. Todestag von Engelbert Milde
 
Der Schauspieler, Vortragskünstler, Pianist, Komponist und Textdichter Engelbert Milde, geboren am 16. Juni 1885 in Breslau, starb am 21. September 1951 in Berlin, also vor ziemlich genau 70 Jahren. (Andere Quellen nennen den 21. Mai 1951.)
 
Nachdem er zunächst den Schauspielerberuf ergriffen hatte, in dem er 1904 am Leipziger Krystall-Palast debütieren sollte, zog es ihn nach einem Engagenment am Kölner Millowitsch-Theater aufs Brettl, wo er seine wahre Berufung fand. Schon 1910 war er mit der großen Nummer „Tela + Pathi“ ein Begriff in der Varietészene.
 
1914 wurde er Direktor der Engelbert-Milde-Künstlerspiele am Weißen Hirsch in Dresden, später ebendort in der Zentral-Theater-Passage in der Prager Straße. Im Kurort Bad Kudowa in der Nähe seiner Heimatstadt Breslau rief er die Kurhauskünstlerspiele ins Leben. Er trat in allen namhaften Kabaretts seiner Zeit auf, ebenso am Funk. Dabei bevorzugte Milde kleine, intime Bühnen mit unmittelbarem Kontakt zum Publikum.
 
Oft reichten die Texte der von ihm vorgetragenen Couplets ins Frivole, was im reizvollen Kontrast zu seinem gutbürgerlichen Äußeren gestanden haben muß - gebracht wurden sie von einem untersetzten, soignierten Herrn mit Seitenscheitel und mit einem Monokel im linken Auge. Nicht ohne Grund wurde seine 1922 erstmals auf Platte erschienene Eigenkomposition „Ich brauch‘ Zigaretten, ich brauch‘ rotes Licht ...“ zu seinem Markenzeichen, das ihn die ganze Karriere hindurch begleiten und das er in etlichen Versionen aufnehmen sollte.
 
Am 1. Juli 1944 konnte er sein vierzigstes Bühnenjubiläum feiern, auch wenn er in dieser Zeit nicht mehr so prominent in Erscheinung trat wie noch fünfzehn Jahre vorher. Er schrieb weiter Kabarettnummern, so machte u.a. Hilde Seipp Plattenaufnahmen mit Chansons aus seiner Feder.
Sein fünfzigstes Jubiläum sollte er nicht mehr erleben - mit nur 66 Jahren starb er in Berlin.
 
Wie soviele Vertreter der gerade zwischen den Weltkriegen in hoher Blüte stehenden deutschen Kleinkunst ist auch Engelbert Milde heute weitgehend vergessenen. Wir würdigen ihn mit einer Auswahl seiner zahlreich eingesungenen Schallplatten der 20er Jahre, seiner wohl größten Zeit.
 
Durch die Sendung begleitet Sie Thomas Sosna.

  • Sendetermin: „Tanzparkett“, Mittwoch, 22. September 2021, 21 Uhr
  • Wiederholung: Donnerstag, 23.September, 13 Uhr

<

Das sind WIR

Da war doch noch was!?

Über uns

"Gesellschaft zur drahtlosen Belehrung und Erbauung"

 

Das Freie Radio Kassel (kurz FRK) ist ein nichtkommerzieller lokaler Hörfunksender, der im Kasseler Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden zu empfangen ist.

 

Die Sendefrequenzen sind: UKW 105,8 MHz (Antenne) bzw. DAB+ über Kanal 6A (FRK) .

 

Das Sendestudio hat sich seit Gründung in der historischen, denkmalgeschützten Kulturfabrik Salzmann im Kasseler Stadtteil Bettenhausen befunden und musste Anfang 2013 in die Innenstadt umziehen (Opernstraße2 ).

Wir sind 105,8 MHz

Das Freie Radio Kassel ist weitgehend ehrenamtlich organisiert und bietet Interessierten die Möglichkeit, eigenverantwortlich Radiobeiträge zu produzieren und zu senden. Inhaltliche Schwerpunkte sind zum einen die lokale und regionale Berichterstattung, zum anderen ein Musikprogramm, das sich deutlich von dem kommerzieller oder öffentlich-rechtlicher Sender unterscheidet.

 

Das Programm wird von lokalen Vereinen, Initiativen und sonstigen Gruppen sowie von Einzelpersonen erstellt, die in der inhaltlichen und formalen Gestaltung ihrer Sendungen weitgehend autonom sind. Das Freie Radio Kassel verfügt im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermedien über ein festes Programmschema mit periodisch wiederkehrenden Sendungen. Das FRK versteht sich als "Einschaltradio", d.h., Hörer schalten gezielt ein, um bestimmte Sendungen zu verfolgen. Zu den Aufgaben des Freien Radios gehört darüberhinaus die Vermittlung von Medienkompetenz. Dies geschieht durch vielfältige medienpädagogische Projekte, die oft in Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Jugendzentren und anderen Bildungsträgern durchgeführt werden.

 

Die Finanzierung des Senders erfolgt größtenteils über Mittel der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (LPR Hessen). Diese verwendet einen Teil des ihr zufließenden Anteils an den Rundfunkgebühren zur Förderung nichtkommerzieller Medienprojekte.