Programm

Programm vom 23.10.2020 bis 29.10.2020

Freitag, 23.10.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“,  Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Tatort IFS“; Krimi-Hörspiele des Instituts für Sprachen.

18 Uhr  „Themenwechsel“, u.a. „Gestern im Heute“ – Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte Breitenau und der Bildungsstätte Anne Frank; „Man muß uns jetzt diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten“ - Zur Bedeutung von „Geschichte“ im aktuellen Rechtspopulismus; Vortrag von Michael Sturm (Historiker, Villa ten Hompel); Moderation: Ann Katrin Düben (Gedenkstätte Breitenau).

20 Uhr „Borderline extra“, Musik für Grenzgänger; Thema: Schlammpeitziger.

21 Uhr „Fast vorwärts“.

22 Uhr „Kabarett live“, Nachruf auf mich selbst – Zum Tod von Herbert Feuerstein.

1 Uhr „Nachtprogramm“, Grateful-Dead-Nacht, Cornell University, Ithaka/New York 1977.

 

Samstag, 24.10.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „FRQNZ On Air“.

18 Uhr “Country Classics”.

21 Uhr „Aoxomoxoa“; Das Rock-Kaleidoskop.

 

Sonntag, 25.10.20:

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Zwischenzeit spezial“.

17 Uhr „Tanzparkett extra“, Kassel-Archäologie - Zum 30. Todestag von René Olfen.

19 Uhr „Lonesome Traveler“.

20 Uhr “Devil’s Kitchen”, Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”, Das Metalradio.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Zuim 50. Todestag von Jimi Hendrix – Die Live-Aufnahmen  (bis 8 Uhr).

 

Montag, 26.10.20:

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Somaaliyay Toos“, (in somalischer Sprache).

18 Uhr „Tom‘s Rock And Pop Specials", Songs und Songgeschichten.

20 Uhr „Fangschalltung“, Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr „Ear Catcher“, Neue Platten und DVDs.

23 Uhr „Einheizradio”, Musik und Satirisches.

1 Uhr „Nachtprogramm“; King-Crimson-Nacht; u.a. mit den LPs „In The Wake Of Poseidon“, „Red“, „Lizard“.

 

Dienstag, 27.10.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Campusradio“.

19 Uhr „Deutsch – Mein neues Hobby“.

20 Uhr „Liederleute“, Magazin für Musik und Politik.

22 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

0 Uhr „Nachtprogramm“, US-Punk der 80er Jahre, u.a. mit Dead Kennedys, Replacements, Hüsker Dü, Minutemen, Black Flag.

 

Mittwoch, 28.10.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr “The Essence"; Unique Hip Hop & more.

19 Uhr „Handmade Classics“.

20 Uhr „Handmade“.

21 Uhr „Magic Moments“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Bay-City-Rollers-Nacht.

 

Donnerstag, 29.10.20:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Musik-Lounge“, Pop, Rock, Oldies.

20 Uhr „Musica Latina“, Lateinamerikanische Musik (in spanischer Sprache).

21 Uhr „Viaje Radial“, Rundreise durch Lateinamerika (in spanischer Sprache).

22 Uhr „Borderline“, Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „ Nachtprogramm“, A Young Person’s Guide To Popular Music.

Programminfos

Programminfos vom 23.10.2020 bis 29.10.2020

Gestern im Heute - Aktuelle  Herausforderungen der historisch-politischen  Bildungsarbeit

Die Gedenkstätte Breitenau und die Bildungsstätte Anne FRrank präsentieren eine Veranstaltungsreihe, deren einzelne Beiträge im Freien Radio ausgestrahlt werden. Die Reihe startet 8n dieser Woche mit dem Vortrag „Man muß uns jetzt diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten - Zur Bedeutung von „Geschichte“ im aktuellen Rechtspopulismus“ des Historikers Michael Sturm (Villa ten Hompel).
Vom „Vogelschiß“ bis zum „Mahnmal der Schade“: Äußerungen, die den Nationalsozialismus verharmlosen, werden seit einigen Jahren immer häufiger auch öffentlich gemacht. Was steckt hinter geschichtsrevisionistischen Positionen und welche politischen Ziele verfolgen Menschen, die den Holocaust bagatellisieren und Verschwörungsmythen verbreiten? Wie kann die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands in der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft sinnvoll thematisiert werden? Und welche Rolle spielt historisch-politische Bildungsarbeit dabei? Diese Fragen stehen im Fokus der Veranstaltungsreihe.

  • Sendetermin: „Themenwechsel“, Freitag, 23. Oktober 2020, 18 Uhr

 

Herbert Feuerstein – Nachruf auf mich selbst

Wer wüßte nicht gern, was die Nachwelt nach seinem Ableben über ihn sagt und denkt? Auch der Wunsch, am eigenen Begräbnis teilnehmen zu dürfen, ist sicherlich weit verbreitet – Mark Twain hat eine solche Situation im „Huckleberry Finn“ wunderbar beschrieben. Herbert Feuerstein war dieses Vergnügen zwar nicht vergönnt, aber er hatte immerhin die Möglichkeit, seinen Nachruhm noch zu Lebzeiten zu beeinflussen: Schon vor einigen Jahren produzierte er einen „Nachruf auf mich selbst“, ein zweistündiges autobiographisches Feature, das jetzt, nach seinem Tod, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Wer in den 70er und 80er Jahren seine Jugendzeit erleben durfte, der erinnert sich an MAD (falls nicht, hat er seine Jugendzeit schlichtweg verschlafen). Die Mischung aus Satiremagazin und pubertärem Witzblatt verkaufte sich damals millionenfach, wurde vornehmlich während langweiliger Unterrichtsstunden unter der Schulbank gelesen und prägte den Sprachgebrauch der Jugendlichen über mehrere Generationen. Herbert Feuerstein war der Chefredakteur der deutschen MAD-Ausgabe; auf ihn gehen Begriffe wie „würg“, „lechz“ oder „gähn“ zurück, seine Übersetzungen der amerikanischen Ursprungstexte standen den Originalen in nichts nach. Später erlange er bundesweite Fernseh-Popularität als Sidekick und Co-Autor von Harald Schmidt. Aber Herbert Feuerstein war ein Multitalent, seine Aktivitäten sind kaum zu überschauen. Nun ist er mit 83 Jahren gestorben – wir erinnern an ihn mit seinem eigenen Nachruf, außerdem mit einer Lesung aus seiner höchst vergnüglichen Autobiographie.

  • Sendetermin: „Kabarett live“, Freitag, 23. Oktober 2020, 22 Uhr

 

Kassel-Archäologie

Zum 30. Todestag von René Olfen

Wer war er, dieser René Olfen, dem immerhin das Stadtmuseum eine eigene Ausstellung gewidmet hat und der dem Freien Radio Kassel das Pausenzeichen „geliefert“ hat?
Das sonst so allwissende Internet schweigt sich noch immer weitgehend aus, abgesehen von einer kryptischen und teilweise falsch beantworteten Suchanfrage nach Olfens bekanntester Komposition „Grüß‘ mir die Heimat mit dem Herkules“, einem Eintrag zu einer Neuaufnahme des Titels von durch Kasseler Musiker sowie einigen Treffern bei der Suche auf Musikplattformen und einem Plakat mit einer Abbildung Olfens als Tänzer.
Geboren ist René Olfen 1898, aber nicht, wie sich’s eigentlich gehört hätte, in Kassel, sondern in Marburg als Sohn eines Lokomotivführers - unter dem Namen Heinrich Schmidt. Zum erstenmal tritt er in den 20er Jahren ins Licht der Bühnenscheinwerfer und der Öffentlichkeit - als „bester russischer Sturmwindtänzer“, der auch im noch stummen Kino als Pausenakt zu erleben ist. Olfen war dafür sogar bei der Ufa angestellt. Vermutlich schon in dieser Zeit, vielleicht angeregt durch seine Bühnenauftritte als Tänzer, beginnt er auch als Kabarettist zu arbeiten. In seinen Liedtexten verwendete Formulierungen legen einen gewissen Bildungsgrad nahe, den auch ein Kabarettist gut brauchen kann.
Die ersten Plattenaufnahmen dürften um 1932 entstanden sein (Firmenunterlagen der Firma Tonographie stehen leider vorderhand nicht zur Verfügung, so daß hier geschätzt werden mußte). Olfens innere Heimat muß in jenen Tagen schon Kassel gewesen sein. Er sang und spielte für die „Tono“ die Urversion des Liedes „Grüß‘ mir die Heimat mit dem Herkules“ ein, ferner einen für die begrenzte Spielzeit der damaligen Normalschallplatte „mundgerecht“ gestutzten „Auszug aus: Tannenkinderchen“, so das Etikett. Den Akzent auf René Olfens „e“ unterschlägt das Plattenetikett hier.
Die Absatzzahlen scheinen immerhin die kleine, sonst meist Lohnaufnahmen für Kaufhaus- und Abonnementsetiketten und Werbeplatten herstellende Berliner Firma dazu bewogen zu haben, wiederum auf eigenem Etikett eine Orchesterversion des „Herkules“ nachzulegen. Zum Einsatz kam hier die (aus dem Berliner „Haus Vaterland“ und von den Etiketten der Homophon-Marken her besser unter ihren ungarisch-exotischen Pseudonymen „Arpad Varosz“ und „Jenö Fesca“) bekannte Kapelle Willi Metschke mit dem vielbeschäftigten Studiosänger Paul Dorn (auch Hagedorn). Hier fehlt bei der Komponistenangabe der Akzent auf dem „e“ nicht, und auch die Rückseite wartet mit einem Olfen-Titel auf („Spiel‘, Spielmann, mir ein Liedchen von Sizilien“), der in Olfens eigener Einspielung bisher nicht aufzufinden war.
Nach diesen zwei Platten (und einer in neuerer Zeit in Sammlerkreisen erwähnten Erstversion der Legionärsballade „Wüsten-Chöre“, die uns aber derzeit nicht vorliegt), verliert sich nicht nur die diskographische Spur Olfens zunächst.
Wo und wie er den II. Weltkrieg verbrachte, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen.
Bald nachher, vermutlich schon kurz nach der Währungsreform, stand er wieder für die Schallplatte vor dem Mikrophon, diesmal nicht für ein unabhängiges Etikett, sondern für die Telefunkenplatte - allerdings nur für deren Werbeabteilung, die „Telefunken-Werbestimme“. Hier sang er in Eigenregie erneut den „Herkules“ sowie die schon genannten „Wüsten-Chöre“ ein. Dies dürfte dadurch zu erklären sein, daß die Telefunkenleute wohl kaum mit einer Kostendeckung durch den Verkauf von Platten eines außerhalb der Region Kassel unbekannten Kabarettisten rechneten, der inzwischen auch nicht mehr der Jüngste war. Vermutlich hat also Olfen die Produktion selbst finanziert und eben bei der auch nach dem Kriege noch bestehenden Werbestimme als Lohnaufnahme in Auftrag gegeben. Wie bereits bei den Tonographie-Aufnahmen handelt es sich um eine 25-cm-Normalplatte aus Schellackmasse (78 U/min). Von ihr existieren allerdings mindestens zwei Preßauflagen, was doch für eine gewisse Verbreitung spricht.
Wiederum bei der Telefunken-Werbestimme erschien Ende der 50er Jahre, also noch einmal rund ein Jahrzehnt später, eine kleine Reihe mit Kassel-Aufnahmen, nun dem mittlerweile fortgeschrittenen Stand der Technik entsprechend, auf 45er Vinylplatten mit 17 cm Durchmesser.
In dieser Serie ist auch der „Herkules“ enthalten, allerdings mit einer völlig veränderten Melodie. Warum René Olfen sich zu letzterem Schritt entschloß, ist nicht klar - die alte Melodie ist erheblich eingängiger. Lag es vielleicht an einem durch das Älterwerden inzwischen reduzierten Stimmumfang? Dagegen spricht aber  die in hoher Tonlage gesummte Einleitung. Wollte am Ende der ewige Eigenbrötler Olfen damit dem bis über die Schmerzgrenze hinaus volksliedhaft-kitschigen Zeitgeist der 50er Jahre eine Neufassung mit stärkerer Abstraktion entgegensetzen? Nachvollziehbar erscheint die Änderung kaum, vor allem dann nicht, wenn man die ältere Fassung kennt.
Verständlicher ist da schon die Textänderung in „Tannenkinderchen“. Konnte Olfen vor 1933 noch unbekümmert von „Vaterland“ singen, hatte dieses Wort 1959 einen tausendjährigen bitter-braunen Beigeschmack, so daß er es durch „du heiliges Land“ ersetzte. Kleinere Textkorrekturen haben sich, vermutlich über die Jahre, ähnlich wie beim „Herkules“ aus der besseren Singbarkeit, der Nutzung von Wiedererkennungseffekten ergeben (vgl. Erstfassung Olfen: „Grüß‘ mir das Denkmal auf dem Friedrichsplatz ...“ bzw. „Mein deutscher Kamerad im Reisedreß ...“ - Fassung Metschke bereits kurze Zeit später: „Grüß‘ mir den Druselturm, den Friedrichsplatz ... “/ „Mein deutscher Kamerad, bist du ein Hess‘ ... “) Olfen behielt in den späteren Fassungen beide Änderungen bei. Auch die schönere Abfolge von Stab-, Binnen- und Endreimen mag Abwandlungen ergeben haben (vgl. z.B. alte Fassung: „zu Fuß ging ich den weiten Weg/ bis an den kleinen Wiesensteg/ vor meinem Vaterhaus“ gegen neue Fassung „zu Fuß wüßt‘ ich den Riesenweg/ bis an den kleinen Wiesensteg ... “). Auch hier erfolgten geringfügige Änderungen der Melodie - von einer vollständigen Neufassung kann aber keine Rede sein. Vielleicht sind sie wirklich René Olfens inzwischen gealterter Stimme geschuldet, mit der wir den eigensinnigen Künstler auf den mit einem kuriosen Hinweis markierten Platten hören können:
„Klangblende auf ,hell‘ stellen“, sind die Hüllen gestempelt - und auf einem Etikett heißt es: „Platte wurde auf Wunsch des Urhebers ohne die üblichen Klangverschönerungs-Tricks unter rauschenden Bäumen aufgenommen“. Daß zu diesen „Tricks“ auch die spätestens mit der 45er-Technik endgültig eingeführte schnittechnisch bedingte Höhenanhebung gehörte, die bei der Wiedergabe das lästige Nadelgeräusch erheblich vermindern hilft, wollte sich Olfen vermutlich nicht sagen lassen. Daher klingen heute die Platten entweder dumpf - oder neigen, befolgt man den Ratschlag, stärker als üblich zum Knistern. Und was die damaligen Plattenkäufer ohne den Hinweis wohl über das Hintergundrauschen auf den modernen Singles gedacht hätten ...?
Ob Olfen nach dieser kleinen Plattenserie noch Aufnahmen machte, ist bisher nicht bekannt.
Er lebte bis zu seinem Tode am 21. Oktober 1990 in einem Gartenhaus in der Kasseler Nordstadt, von der Öffentlichkeit völlig vergessen und zurückgezogen, begleitet nur von wenigen treuen Freunden (zum engsten Kreis gehörte Werner Baus, der damals in Kassel ansässige bekannte Fachmann für mechanische Musikinstrumente) und seinen Hunden.
Man sollte René Olfen ein seiner würdiges Denkmal setzen. Ein kleiner Ansatz hierzu ist unsere Sendung - eine leicht überarbeitete Wiederholung der Tanzparkett-/ Magic-Moments-Sonderausgabe zu seinem 20. Todestag.
Durchs Programm begleitet Sie Michael Rolf.

  • Sendetermin: „Tanzparkett extra“, Sonntag, 25. Oktober 2020, 17 Uhr
  • Wiederholung: Montag, 26.Oktober 2020, 9 Uhr

 


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Das sind WIR

Da war doch noch was!?

Über uns

"Gesellschaft zur drahtlosen Belehrung und Erbauung"

 

Das Freie Radio Kassel (kurz FRK) ist ein nichtkommerzieller lokaler Hörfunksender, der im Kasseler Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden zu empfangen ist.

 

Die Sendefrequenzen sind: UKW 105,8 MHz (Antenne) bzw. DAB+ über Kanal 6A (FRK) .

 

Das Sendestudio hat sich seit Gründung in der historischen, denkmalgeschützten Kulturfabrik Salzmann im Kasseler Stadtteil Bettenhausen befunden und musste Anfang 2013 in die Innenstadt umziehen (Opernstraße2 ).

Wir sind 105,8 MHz

Das Freie Radio Kassel ist weitgehend ehrenamtlich organisiert und bietet Interessierten die Möglichkeit, eigenverantwortlich Radiobeiträge zu produzieren und zu senden. Inhaltliche Schwerpunkte sind zum einen die lokale und regionale Berichterstattung, zum anderen ein Musikprogramm, das sich deutlich von dem kommerzieller oder öffentlich-rechtlicher Sender unterscheidet.

 

Das Programm wird von lokalen Vereinen, Initiativen und sonstigen Gruppen sowie von Einzelpersonen erstellt, die in der inhaltlichen und formalen Gestaltung ihrer Sendungen weitgehend autonom sind. Das Freie Radio Kassel verfügt im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermedien über ein festes Programmschema mit periodisch wiederkehrenden Sendungen. Das FRK versteht sich als "Einschaltradio", d.h., Hörer schalten gezielt ein, um bestimmte Sendungen zu verfolgen. Zu den Aufgaben des Freien Radios gehört darüberhinaus die Vermittlung von Medienkompetenz. Dies geschieht durch vielfältige medienpädagogische Projekte, die oft in Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Jugendzentren und anderen Bildungsträgern durchgeführt werden.

 

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