FRK-Programm vom 23.05.2018 bis 31.05.2018

Mittwoch, 23.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms von Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Hörbuch aktuell“.

19 Uhr „Memories“, Heute: Kriminalhörspielreihe „Maigret und seine größten Fälle“.

20 Uhr „Jazzcafe“, Heute: The Final Concerts (and more) – Miles Davis und John Coltrane live 1960, Teil 1.

21 Uhr „Tanzparkett“, Heute: Deutsche und österreichische Kleinkunstaufnahmen der 20er bis 40er Jahre, Folge 2/2018.

22 Uhr „FRK spezial“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Eric Clapton live in den 60er und 70er Jahren.

 

Donnerstag, 24.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Bahnhof Damaskus“, in arabischer Sprache.

20 Uhr „Irie Ites“, Reggae und Dub.

22 Uhr „Borderline“; Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Indie-Pop, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Monkees-Nacht; u.a. mit den LPs .“The Birds, The Bees And The Monkees“, „Headquarters“, “Good Times”.

 

Freitag, 25.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“,  Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Heimatlieder“; Sendung des Instituts für Sprachen.

18 Uhr  „Themenwechsel“, Heute: Lesung "RAF oder Hollywood?/Links am Paradies vorbei" mit Christof und Sabine Wackernagel (Aufzeichnung aus dem Kulturbahnhof vom 4.5.18).

20 Uhr „Borderline extra“, Musik für Grenzgänger, Heute: The Advisory Circle.

21 Uhr „Fast vorwärts“.

22 Uhr „Aoxomoxoa“, Das Rock-Kaleidoskop.

1 Uhr „Nachtprogramm“, Grateful-Dead-Nacht, Cornell University, Ithaka, 1977.

 

Samstag, 26.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Musikalische Früherziehung“, Elektronisches.

18 Uhr “Country Classics”.

19 Uhr „Nightshift“, Dark Wave und Gothic.

20 Uhr “LILI”, Libertäre Informationen lokaler Initiativen.

21 Uhr „Die Lange Rille; Er hat sie alle überlebt – Willie Nelson zum 85., Teil 3; Heute: The Atlantic Sessions 1973/74.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Grand-Funk-Railroad-Nacht; u.a. mit den LPs „Survival“, „Closer To Home“, “Phoenix“.

 

Sonntag, 27.5.18:

6 Uhr ,,Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Kinderradio“, Heute: Medien machen Schule.

17 Uhr „Tanzparkett spezial“; Heute: Larry Clinton - Die Swingband eines großen Arrangeurs.

19 Uhr „Lonesome Traveler“, Heute: Hillbilly-Sounds auf der Mundharmonika.

20 Uhr “Devil’s Kitchen”, Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”, Das Metalradio.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Replacements-Nacht; u.a. mit den LPs „Pleased To Meet Me“, „Tim“, „Let It Be“.

 

Montag, 28.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Somaaliyay Toos“, (in somalischer Sprache).

18 Uhr „Endlich Montag!“; Das FRK-Wunschkonzert.

19 Uhr „Tom‘s Rock And Pop Specials", Songs und Songgeschichten.

20 Uhr „Fangschalltung“, Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr „Ear Catcher“, Neue Platten und DVDs.

23 Uhr „Einheizradio”, Musik und Satirisches.

1 Uhr „Nachtprogramm“; Poco-Nacht; u.a. mit den LPs “Pickin‘ Up The Pieces“, „A Good Feeling To Know“, “Crazy Eyes”.

 

Dienstag, 29.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Campusradio”.

19 Uhr „Deutsch – Mein neues Hobby“.

20 Uhr „Liederleute“, Magazin für Musik und Politik.

22 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

23 Uhr „Wortspiele”, Philosophische Reflexionen.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Harry-Nilsson-Nacht; u.a. mit den LPs „Pussy Cats“, „Harry Nilsson Sings Newman“, „A Little Touch Of Schmilsson In The Night“.

 

Mittwoch, 30.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Hörbuch aktuell“.

19 Uhr „Handmade classics”.

20 Uhr „Handmade“.

21 Uhr „Magic Moments“.

22 Uhr „FRK spezial“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Eric Clapton live in den 60er und 70er Jahren.

 

Donnerstag, 31.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Bahnhof Damaskus“ (in arabischer Sprache).

20 Uhr „Musica Latina“, Lateinamerikanische Musik (in spanischer und deutscher Sprache).

21 Uhr „Stadtlabor“, Heute: Aktionsbündnis gegen Entmietung – für gutes und bezahlbares Wohnen, Livesendung mit Studiogästen.

22 Uhr „Borderline“, Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Monkees-Nacht; u.a. mit den LPs .“The Birds, The Bees And The Monkees“, „Headquarters“, “Good Times”.

Programminfo vom 23.05.2018 bis 27.05.2018

Giganten unter sich – Miles und Coltrane

Mitte der 50er Jahre war John Coltrane für einige Zeit Mitglied in der Band von Miles Davis. Der wohl einflußreichste Saxophonist der Jazz-Geschichte motivierte den Großmeister des „Cool Jazz“ zu vielfältigen Experimenten; gemeinsam eröffneten sie dem Jazz völlig neue Dimensionen. John Coltranes expressiver Stil revolutionierte nicht nur das Saxophonspiel, sondern veränderte den Blick auf Jazz und Improvisierte Musik grundlegend.
Allerdings hielt die Verbindung Davis-Coltrane nicht allzu lange: Das berühmte Miles-Davis-Quintett mit Coltrane am Tenorsaxophon schuf zwar klassische Alben wie „Kind Of Blue“ und „Milestones“; zwei derart übermächtige Persönlichkeiten in einer einzigen Band waren aber auf die Dauer doch einer zuviel. So entschloß sich John Coltrane 1960, die Gruppe zu verlassen und seine eigene Band ins Leben zu rufen, mit der er in den ihm verbleibenden sieben Jahren (bis zu seinem Tod 1967) Musikgeschichte schrieb. Die letzten Konzerte, die Coltrane als Mitglied der Miles-Davis-Band absolvierte, fanden im Juni 1960 in Europa statt und wurden damals fürs Radio mitgeschnitten. Kürzlich erschien eine CD-Box mit den historischen Aufnahmen aus Paris, Stockholm und Kopenhagen. Die Konzerte machen deutlich, daß sich Davis und Coltrane zu dieser Zeit stilistisch bereits weit voneinander entfernt hatten. Während sich Miles Davis noch an den traditionellen harmonischen und rhythmischen Formen orientierte, breitete Coltrane bereits seine legendären „sheets of sound“ aus, seine expressiven Skalen und Tonfolgen, die komplett von herkömmlicher Harmonik und Tonalität abgekoppelt waren. Hier erleben wir den Übergang in eine neue musikalische Sphäre – zum Glück für die Nachwelt sind diese historischen Aufnahmen in guter Qualität erhalten.
Das „Jazzcafe“ präsentiert in einer mehrteiligen Reihe die kompletten Konzerte des Miles-Davis-Quintetts mit John Coltrane von der Europa-Tournee im Juni 1960.

  • Sendetermin: „Jazzcafe“, Mittwoch, 23. Mai 2018, 20 Uhr

 

Deutsche und österreichische Kleinkunstaufnahmen der 20er bis 40er Jahre, Folge 2/2018

Für weitere Erläuterungen zur Kleinkunst im allgemeinen vgl. den Eintrag zur Sendung vom 09.5.18.
Auch in dieser Ausgabe kommen wir zu Künstlern, die ihre Heimat Europa nicht freiwillig verließen. Die große Schauspielerin Gisela Werbezirk, 1875 in Preßburg geboren, spielte am Theater und am Stummfilm, ging ohne Probleme zum Tonfilm über - und emigrierte 1938 nach Amerika. In Hollywood kam sie, obwohl sie besetzt wurde, nie wirklich zum Zuge - anders als viele andere Emigranten nicht deshalb, weil sie im Hintergrund blieb, sondern weil sie ihre großen Hollywoodkollegen an die Wand gespielt hätte, wären die Szenen mit ihr nicht wieder herausgeschnitten worden. Ihre Gagen, die ja nach Drehtagen rechnen, bekam sie trotzdem und konnte daher, ebenfalls anders als viele andere europäische Künstler, auskömmlich davon leben - und vielen andern Versprengten aus „Good Old Europe“ eine Anlaufstelle in ihrem Heim bieten.
Auch der in der vorigen Sendung mit zwei Berliner Platten vertretene Max Hansen wird uns wiederbegegnen - mit bereits in Österreich entstandenen Titeln. Hier liegt wieder, wie bereits im Text zu unseren Tonfilmschlagersendungen erwähnt, der Fall vor, daß die Plattenindustrie Aufnahmen eines inzwischen mißliebigen und bereits emigrierten Künstlers nach 1933 trotzdem in Deutschland herausbringen konnte.
Ein Künstler, der nach 1933 in Deutschland blieb, war Hans Reimann, einigen Hörern sicher noch bekannt durch seine auf Platte gesprochenen und gesungenen (vielen Sprachforschern als musterhaft geltenden) „sächsischen Miniaturen“ und als Mitautor der „Feuerzangenbowle“. Er war in politischer Hinsicht eine schillernde Figur. Noch 1931 mit einem Antinazi-Projekt beschäftigt, nämlich der Buchparodie „Mein Krampf“, die er aber nicht fertigstellte, schrieb er unter Hitler nach dem Verbot einiger seiner Bücher unter seinem Klarnamen nur noch inhaltlich Unauffälliges. Als Schriftleiter der altehrwürdigen Satirezeitschrift „Kladderadatsch“ trat er nach außen hin nicht in Erscheinung. Die NS-Satirezeitschrift „Die Brennessel“ ging - wohl auch durch Reimanns Arbeit als kommissarischer Schriftleiter - als „lustige[s] Familienblatt“ (Hans Riebau) 1938 ein - dies war offensichtlich ein Akt der Subversion gegen den Nationalsozialismus. Die Spruchkammer stufte ihn nach 1945 als Mitläufer ein.
Wir stellen Reimann mit je einer seiner sächsischen Platten vor, die sich mit der „guten alten“ Kaiserzeit befassen - 1928 und 1929 für die Grammophon bzw. die Homocord entstanden. Auf letzterer begegnet uns der in der vorigen Sendung vorgestellte Komponist und Pianist Erich Einegg wieder.
Der große Humorist Paul Morgan, ein Superstar des Berliner Kabaretts, den wir mit einer Platte von 1929 vorstellen, wurde ein Opfer des Naziterrors. Er war als Jude nach Österreich emigriert, wurde aber nach dem „Anschluß“ festgenommen und kam ins Konzentrationslager, wo er noch im gleichen Jahr starb - offiziell an Lungenentzündung.
In dieser Ausgabe bringen wir Aufnahmen aus dem Zeitraum von 1925 bis 1935.
Durch das Programm begleitet Sie Peter Michael.
Sie hören Platten mit Fritz Steiner und Lilly Welly, Hansi Niese, Gisela Werbezirk, Max Hansen, Tatjana Birkigt, Alexa von Engström, Hans Reimann, Paul Morgan, Engelbert Milde und Hans Söhnker.

  • Sendetermin: „Tanzparkett“, Mittwoch, 23. Mai 2018, 21 - 22 Uhr
  • Wiederholung: Donnerstag, 24. Mai 2018, 13 Uhr

 

RAF oder Hollywood?

Unter diesem Titel hat Christof Wackernagel kürzlich seine Autobiographie vorgelegt. Tatsächlich stand der Schauspieler, der u.a. durch Rollen im „Tatort“ und im „Kommissar“ bekannt wurde, 1977 vor der Entscheidung, ein Angebot aus Hollywood anzunehmen oder als Mitglied der Roten Armee Fraktion in den Untergrund zu gehen. Wackernagel entschied sich für letzteres – und landete wenig später auf den berühmten RAF-Fahndungsplakaten des Bundeskriminalamts, die damals in jedem Postamt und auf jedem Bahnhof hingen. Er mutierte innerhalb kürzester Zeit vom hoffnungsvollen Jungschauspieler zum gesuchten Terroristen. Das „Abenteuer RAF“ endete jedoch schnell: Bereits im Herbst 1977 wurde er festgenommen, eine mehrjährige Haftstrafe folgte, in deren Verlauf er sich von der RAF distanzierte. Seither ist er wieder als Fernseh- und Bühnenschauspieler tätig.
Bei einer Veranstaltung des Literaturhaus Nordhessen vor der Eröffnung der Messe „KasselBuch“ im Kulturbahnbahnhof las Christof Wackernagel aus seiner Autobiographie und erzählte aus seinem ereignisreichen Leben. Mit dabei war seine Schwester Sabine, die ebenfalls als Schauspielerin bekannt ist und vor einiger Zeit ihre Memoiren vorgelegt hat.

  • Sendetermin: „Themenwechsel“, Freitag, 25. Mai 2018, 18 Uhr

 

Angemessene Glückwünsche: Willie Nelson nun 85 / 3. Teil

In dieser Ausgabe bringen wir wiederum drei Stunden allerfeinste Outlaw Music mit Willie. Vorgestellt, mal wieder in Erinnerung gebracht, wird die 3-CD Box "The Complete Atlantic Sessions". Sie beinhaltet die Alben "Shotgun Willie" (1973), "Phases And Stages" (1974) sowie "Live At The Texas Opry House" (Austin, June 1974). Willie Nelson wird begleitet von fantastischen Mitmusikern, seinen Bandkollegen Mickey Raphael, Dan/Bee Spears, Paul English, Bobby Nelson, Jimmy Day, Steve Burgh, David Bromberg, Doug Sahm, Augie Meyers, Waylon & Jessi, Johnny Gimble, Grady Martin, The Memphis Horns u.a. Moderation: Wolf Silaff

  • Sendetermin: „Die Lange Rille“, Samstag, 26. Mai 2018, 21 Uhr

 

Harmonika - Hillbilly Sounds, old & new

Als sich vor Jahren einige Leute auf die Spurensuche nach der Popularität der Mundharmonika als Musik- und Kommunikationsinstrument begaben, fanden sie überrascht und ziemlich fix heraus, daß diese "Tröte des kleinen Mannes", dieser "Ohrenquäler", eine spannende lange Geschichte hat. Häufig nur belächelt, hat sie doch nahezu jeder bereits einmal in der Hand gehalten und versucht, ihr ein paar Töne zu entlocken – meistens zum Leidwesen vieler Anwesender. Was jedoch kaum einer weiß: Die Mundharmonika ist das wohl meistgebaute Musikinstrument der Welt - nicht nur in Europa, auch in Übersee. In Amerika gab es quasi ein halbes Jahrhundert lang einen boomenden Markt. Besonders die "Made in Germany"-Markennamen (und auch die aus Österreich und der Schweiz) genossen ab Beginn des 20. Jahrhunderts ein hohes Ansehen - sie wurden schnell echte Volksmusik-Instrumente. Daran haben auch Kriegs- und Freund-/Feindbilder nichts verändert. Ein Phänomen.
In dieser Folge hören wir einen Mix aus historischen Musikbeispielen (ab den 1920er Jahren) und moderneren, geglätteten Aufnahmen. Und eine toll zusammengestellte Einführung (Trikont, München), die sich mit der Frühzeit der Schellackplatten im ländlichen Süden der USA befaßt. Selten gehörte Titel und Hillbillymusiker sind dabei: Riverside Ramblers/Hackberry Ramblers, Nelstone´s Hawaiians, Dr. Humphrey Bate And His Possum Hunters. Neuere "moderne" Künstler wie die Ozark Mountain Daredevils, Michelle Shocked, John Hartford oder Mickey Raphael (Willie Nelson) sind ebenfalls zu hören. 

  • Sendetermin: „Lonesome Traveler“, Sonntag , 27 . Mai 2018, 19 Uhr  

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