Kassel flüstert - Pope.L: Whispering Campaign

Liebe Freunde des FRK,

die documenta läuft - und das Freie Radio ist dabei! Die "Whispering Campaign" des amerikanischen Künstlers Pope.L ist u.a. bei uns angesiedelt. Das heißt in der Praxis, daß es im Programm einige Änderungen geben wird. So entfällt die Wiederholung täglich von 14 bis 16 Uhr, außerdem das komplette Nachtprogramm. In dieser Zeit wird bis zum Ende der documenta "geflüstert" - Pausen und Phasen der Stille sind dabei ausdrücklich gewollt!

Für die documenta 14 entwickelte Pope.L ein neues Performance- und Sound-Kunstwerk mit dem Titel Whispering Campaign, das in Athen und Kassel in ähnlicher Form stattfindet und beide Städte miteinander in Verbindung setzt. Teilweise über existierende Lautsprecheranlagen wird Flüstern an öffentlichen Orten abgespielt, das zuvor Sprecherinnen und Sprecher in Athen, Kassel und Chicago aufgenommen haben. Das aufgezeichnete Material wurde von Pope.L geschrieben und zusammengetragen und enthält narrative Elemente sowie Mythen und Märchen, Tragödien, Slogans, obskure Text-Fragmente und Zahlenketten. Aus der Perspektive eines unbekannten Fremden erzählt, handeln die Texte von persönlichen und historischen Geschichten und Geographien, die in Athen und Kassel zu finden sind, ergründen mögliche oder unmögliche Zusammenhänge und lassen Eindrücke aus beiden Städten ineinander übergehen.

documenta-Besucher und ein zufälliges Publikum werden dieses Kunstwerk gleichermaßen erfahren, und zwar unvorbereitet, an unerwarteten Stellen. Auf einem alten Friedhof, in Restaurant-Toiletten, im Programm eines lokalen Radiosenders und an Kiosken wird das Flüstern überraschend auftauchen und geheimnisvoll und eindringlich Geschichten über Personen wie Ferdinand Grimm, Franz Rosenzweig oder Louis Spyros erzählen, den Marathon-Olympiasieger von 1896, der heutzutage im Panathinaiko-Stadion Wasserflaschen an Touristen verkaufen soll.

Das Flüstern wird vierundzwanzig Stunden täglich und sieben Tage die Woche zu hören sein. Zusätzlich ziehen Personen live-flüsternd durch die Städte und Autos verbreiten die Stimmen auf Parkplätzen und Straßen. Ein Art Partitur wird versuchen, dabei zu helfen, das Flüstern im Stadtraum aufzuspüren.

In Kassel kann man dem Flüstern u.a. in der Königsgalerie, im Kulturbahnhof und im Fridericianum lauschen. Zudem wird im Freien Radio geflüstert – täglich (außer montags) von 14 bis 16 Uhr sowie von Mitternacht bis sechs Uhr morgens strahlt der Lokalsender auf der Frequenz 105,8 MHz (Kabel 97,8 MHz) und über Livestream die geflüsterten Texte aus. Außerdem wird jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr im Funkhaus des FRK in der Opernstraße live vor Publikum geflüstert – direkt aus dem Sendestudio in den Äther. Die documenta-Besucher haben die Möglichkeit, die Akteure bei ihrer Performance zu beobachten und ihnen über Lautsprecher zuzuhören.

FRK-Programm vom 17.08.2017 bis 24.08.2017

Donnerstag, 17.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Bahnhof Damaskus“ (in arabischer Sprache).

20 Uhr „Irie Ites“, Reggae und Dub.

22 Uhr „Borderline“; Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Indie-Pop, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Freitag, 18.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“,  Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

18 Uhr  „Themenwechsel“, Studiogast: Susanne Holbein, unabhängige Kasseler Direktkandidatin für die Bundestagswahl; außerdem: Diskussionsrunde „Verloren im Netz? – Fake News und Satire“, mit den Journalisten Jesko Friedrich, Stefan Niggemeier und Rudolf Schmitz (Aufzeichnung einer Veranstaltung der Caricatura aus der Weinkirche vom 9.8.17)

Freitag, 20 Uhr "Borderline extra"; Thema: Musik in der Nähe der documenta 14 - Marina Rosenfeld

21 Uhr „Fast vorwärts“.

22 Uhr „Kabarett live“, Urban Priol.

1 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Samstag, 19.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Minimalcityradio“, Club Culture.

18 Uhr “Country Classics”, Zum Tod von Glen Campbell.

19 Uhr „Nightshift“, Dark Wave und Gothic.

20 Uhr “LILI”, Libertäre Informationen lokaler Initiativen.

21 Uhr „Die Lange Rille“, "Peace In The Valley" - Zum 40. Todestag von Elvis Presley.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Sonntag, 20.8.17:

6 Uhr ,,Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Kinderradio“.

17 Uhr „Tanzparkett spezial“.

18 Uhr “Freisprechanlage”.

19 Uhr „Lonesome Traveler“, Heute: Steve Earle - Terraplane.

20 Uhr “Devil’s Kitchen”, Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”, Das Metalradio.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Montag, 21.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Somaaliyay Toos“, (in somalischer Sprache).

18 Uhr „Endlich Montag!“; Das FRK-Wunschkonzert.

19 Uhr „Tom‘s Rock And Pop Specials", Songs und Songgeschichten.

20 Uhr „Fangschalltung“, Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr „Ear Catcher“, Neue Platten und DVDs.

23 Uhr „Einheizradio”, Musik und Satirisches.

1 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Dienstag, 22.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Campusradio“.

19 Uhr „Deutsch – Mein neues Hobby“.

20 Uhr „Liederleute“, Das Magazin für Musik und Politik.

21 Uhr „Dreamlands“.

22 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

23 Uhr „Wortspiele”, Philosophische Reflexionen.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Mittwoch, 23.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Hörbuch aktuell“.

19 Uhr „Handmade Classics“, in memoriam Cap K.

20 Uhr „Handmade“, Thema heute: Pete Lincoln, Sänger von The Sweet.

21 Uhr „Magic Moments“.

22 Uhr „FRK spezial“.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

 

Donnerstag, 24.8.17:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

14 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Bahnhof Damaskus“ (in arabischer Sprache).

20 Uhr „Musica Latina“, Lateinamerikanische Musik (in spanischer und deutscher Sprache).

21 Uhr „Stadtlabor“; Studiogast: Stadtbaurat Christof Nolda.

22 Uhr „Borderline“, Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Whispering Campaign“; Kunstwerk von Pope.L zur documenta 14.

Programminfos vom 16.08.2017 bis 23.08.2017

Henry Hall und das BBC-Tanzorchester, Folge 1 (1932-1933)

Von 1928 bis 1932 wurde das Tanzorchester des Britischen Rundfunks, der British Broadcasting Corporation, kurz BBC, von dem Pianisten Jack Payne geleitet. Dieser Formation haben wir inzwischen sieben Folgen „Tanzparkett“ gewidmet, eine achte und letzte soll folgen.
Da wird es Zeit, sich zwischendurch mit Paynes Nachfolger zu befassen, einem Kapellmeister, der es, wie Payne auch schon, nicht nur in England zu Ruhm und Ehren brachte, sondern durch die Rundfunkübertragungen und durch zahlreiche Plattenaufnahmen in ganz Europa und darüber hinaus.
Der Mann, um den es geht, hieß Henry Hall (02.5.1898, Packham/ London - 28.10.1989 Eastbourne/ Sussex).
Mit dem Anfang 1932 angetretenen Engagement bei der BBC übernahm die bisherige Kapelle des Hotels Gleneagles auch den daran gekoppelten Exklusivvertrag mit der Columbia Graphophone Co., die für ihre Platten ein weltweites Vertriebsnetz besaß.
Gute Voraussetzungen für eine steile Karriere des Orchesters, die auch folgen sollte, nachdem sie bis dahin eher dahingedümpelt war. Henry Hall hatte sich nach seinem Wehrdienst offenbar mehr schlecht als recht als Kapellmeister verschiedener Orchester einer Bahn-Hotelkette durchgeschlagen. Das Engagement im schottischen Hotel Gleneagles, für das er mit seinem Orchester Rundfunkwerbung treiben sollte - die Band nahm für die damals noch neue unabhängige Decca-Schallplatte auf - führte schließlich zu seiner Entdeckung durch die BBC.
Am 02. März 1932 wurde nach ersten Tests und einer Vier-Schlager-Platte die erste reguläre Industrieplatte eingespielt.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Payne, aus dessen Kapelle später mehrere englische Bandleader hervorgehen sollten, wies Halls Personal keine derartigen Kräfte auf. Gleichwohl lieferte es solide, gefällig und sehr tanzbar arrangierte, handwerklich saubere Tanzmusik mit vereinzelten Hotambitionen - allerdings deutlich weniger als bei Payne.
Dies entsprach durchaus dem Zeitgeschmack, nicht nur in England, und so wurde die Kapelle auch im Ausland gerne gehört und wohl vor allem nach ihrem Ausscheiden als Rundfunktanzorchester für Tourneen und Einzelauftritte gebucht. Sogar in Berlin spielte das Orchester - nach Lange [1] von Januar bis Februar 1939 in der „Scala“ als Ersatz für das ebenfalls englische Jack-Hylton-Orchester, zur Freude der Kritik, die die Kapelle gnädig beurteilte - und zum Gram der deutschen Hotfans , denn Hyltons Band war erheblich stärker jazzorientiert. Auch der alte Jazzfan Lange läßt kaum ein gutes Haar an der Kapelle: „So steif, wie Henry Hall als Persönlichkeit war, spielte seine Band und sang seine hübsche Sängerin Molly Morelle: ein Tanzorchester von Format, mehr nicht.“ [1] Nach andern Angaben gab es auch schon im Jahre 1938 Auftritte in Berlin, bei denen die englische Presse monierte, daß man auf Darbietungen von Schlagern jüdischer Komponisten verzichtet habe, obwohl diese noch nicht verboten gewesen seien.
Selbst in der Sowjetunion wurden Platten von Henry Hall herausgebracht, um den Anfang der 30er auch dort vorhandenen Hunger nach moderner westlicher Tanzmusik zu stillen - als „Schwarzkopien“, d.h. Pressungen unautorisierter, aber technisch hervorragender Umschnitte, welche die sowjetische Plattenindustrie in dieser Zeit auch von etlichen deutschen Aufnahmen anfertigte. Der Redaktion liegt z.B. ein solcher Umschnitt des in der Sendung gebrachten Titels „Oh, Johanna“ vor.
Bei der BBC, bei der er seine Truppe auch das erste reguläre englische Fernsehorchester darstellte, blieb Henry Hall bis 1937, um dann - wie schon sein Vorgänger Jack Payne - mit dem gesamten Personal dem Rundfunk den Rücken zu kehren. Nun unternahm er auf eigene Rechnung Tourneen, wie schon erwähnt, auch nach Deutschland.
Im Kriege spielte die Kapelle zur Truppenbetreuung vor alliierten Soldaten.
Hall kehrte schließlich als Gastgeber einer Radio- und späteren Fernsehsendung („Henry Hall’s Guest Night“) zur BBC zurück, wo er auch die Moderation der Sendereihe „Face The Music“ übernahm.
Er verfaßte in der Nachkriegszeit seine Autobiographie.
Am 28.10.1989 starb er in Eastbourne im Alter von 91 Jahren.

Besetzung (Stand Januar ’33, kleine Abweichungen in früheren/ späteren Sitzungen möglich) [2]:

Henry Hall (ld, arr), Frank Wilson, Arthur Williams (tp), Bill Mulraney, Eric Tann (tb), Burton Gillis (cl, as, voc, arr), Freddie Williams (cl, as), Eddie Cromar (cl, as, bars), Jack Halsall (cl, ts), Joseph Hitchenor, Cyril Hellier (vn), Jack Phillips (p), George Dickinson (g), Theo Farrar (bb, sb), Len Bermon (dr) .

Angezogene Literatur:
[1] Lange, Horst H.: Jazz in Deutschland, Colloquium-Verlag, Berlin 1966, S. 93
[2] Rust, Brian & Forbes, Sandy: British Dance Bands On Record 1911 to 1945, General Gramophone Publications Ltd., 1987

Sämtliche Platten in dieser Sendung sind in London aufgenommen und auf Columbia (Co) erschienen. Nach Titel und Komponistenangabe folgt in spitzen Klammern die Matrizennummer, nach dem Aufnahmedatum die Bestellnummer.

Eine weitere Sendung mit späteren Aufnahmen können Sie in zwei Wochen hören.

Note to English-speaking listeners:
All titles contained in this edition were recorded in London and appeared on the Columbia label (Co). After title and credits matrix No. in acute brackets, order No. follows recording date (German scheme DD.MM.YY).
In a fortnight, you may hear a second edition covering later records.

Sänger/ vocalists (voc): LA - Les Allen, VR - Val Rosing, ? - unbekannt/ unknown, weitere Sänger ausgeschrieben/ names of further vocalists given in full text.

Wir bringen/ This broadcast will contain:

Songs That Are Old Live Forever (Warick - Wallace) <CA 12466>
VR voc 02.3.32 Co CB 430

Hush, Hush, Hush, Here Comes The Bogey Man (Lowton - Benson) <CA 13048-1>
Teddy Bears‘ Picnic (Kennedy - Bratton) <CA 13051-1>
VR voc 28.9.32 Co F.B. 2816

Dreaming (Bud Flanagan) <CA 13212-2>
Chesney Allen, Bud Flanagan voc 04.11.32 Co CB 539

Lying In The Hay (Robert - Pepper/ Mireille) <CA 13249-1>
LA, 2x ? voc 19.11.32 Co CB 539

Wanderer (Bud Flanagan) <CA 13255-1>
Chesney Allen, Bud Flanagan voc 26.11.32 Co DM 1681

Always In My Heart (Turk - Coots) <CA 13256-1>
LA voc 26.11.32 Co DM.1681

Just An Echo In The Valley (Woods - Campbell - Connelly) <CA 13295-1>
LA voc 20.12.32 Co CB 544

Put A Little Springtime In The Winter Of Their Lives (Flanagan - T. Knox) <CA 13495-1>
LA voc 14.3.33 Co DV 1059

Sweep (Furber - Ellis) <CA 13710-1>
You Don’t Understand (Furber - Ellis) <13711-1>
LA voc 14.6.33 Co DW 4172

Oh, Johanna (Lawrance) <CA 13799-1>
LA, 2x ? voc 15.7.33 Co DM.1799

Everybody Loves My Marguerite (Woods - Campbell - Connelly) <CA 13800-1>
LA voc 15.7.33 Co DM.1799

The Wedding Of Mickey Mouse (Pola - Vienna) <CA 13952-1>
LA voc; LA, Burton Gillis, Phyllis Robins talking 25.9.33 Co DM.1823

It’s The Talk Of The Town (Symes - Neiburg - Lewinson) <CA 13953-1>
Phyllis Robins voc 25.9.33 Co DM.1823

Who’s Afraid Of The Big Bad Wolf? (Curchill - Ronelli) <CA 14060-1>
(Tonfilm: Drei kleine Schweinchen)
LA, ? voc 16.10.33 Co DM.1814

  • Sendetermin: „Tanzparkett“, Mittwoch, 16. August 2017, 21 - 22 Uhr
  • Wiederholung: Donnerstag, 17. August 2017, 13 Uhr

 

Verloren im Netz?

Die Ausstellung der caricatura 7 »Systemfehler« wird flankiert von einer Gesprächsreihe, in der Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Journalismus und Kultur aufeinandertreffen. Der extra 3-Redakteur Jesko Friedrich und der Medienjournalist Stefan Niggemeier diskutierten über die Unterscheidung von Fake News und Satire im Netz. Jesko Friedrich ist vor allem durch seine Rolle des »Johannes Schlüter« in der NDR-Satire-Show »extra 3« einem großen Publikum bekannt. Stefan Niggemeier gründete 2004 »BILDblog.de« und betreibt seit 2016 den Blog »Übermedien.de«. Die Moderation der Veranstaltung, die in der Weinkirche stattfand, übernahm der Autor und Kunstkritiker Rudolf Schmitz.
Außerdem in der Sendung: Gespräch mit Susanne Holbein, unabhängige Kasseler Direktkandidatin für die Bundestagswahl.

  • Sendetermin: „Themenwechsel“, Freitag, 18. August 2017, 18 Uhr

 

Zum Tod von Glen Campbell

Und wieder gilt es, im Rahmen der „Country Classics“ eines legendären Künstlers zu gedenken. Allerdings: Ob man bei Glen Campbell tatsächlich von einem Country-Interpreten sprechen kann – darüber ließe sich lange streiten. Bekannt wurde er Ende der 60er Jahre mit großorchestralen Edel-Pop-Songs wie „By The Time I Get To Phoenix“, „Wichita Lineman“ oder „Galveston“, allesamt aus der Feder des höchst talentierten Songschreibers Jimmy Webb. Von „Country“ im eigentlichen Sinne konnte damals sicherlich noch keine Rede sein – aber im Lauf der 70er Jahre näherte sich Glen Campbell dem Genre immer weiter an, und Welthits wie „Rhinestone Cowboy“ oder „Sunflower“ lassen sich zumindest unter „Country-Pop“ einsortieren. Wir würdigen den speziell in Amerika extrem populären Sänger, Gitarristen und Entertainer, der kürzlich mit 81 Jahren starb, in einer Sonderausgabe der „Country Classics“.

  • Sendetermin: „Country Classics“, Samstag, 19. August 2017, 18 Uhr

 

"Peace In The Valley" - Zum 40. Todestag von Elvis Presley

"Elvis lebt" - so titelt die deutsche Ausgabe der Musikzeitschrift ROLLING STONE in diesem Monat. Ein toller 70er Jahre-Schnappschuss des "King" ziert die Titelseite. Sie erinnern an den tragischen Tod von Elvis vor vierzig Jahren - und genau das tut auch Moderator Wolf Silaff in dieser Ausgabe der Langen Rille. Mit dabei werden die frühen RCA-Alben von 1956 bis 1958 sein, außerdem Klassiker aus der SUN-Phase. Dort hatte Elvis den musikalischen Grundstein zu seiner unglaublichen Karriere gelegt. Der Labelchef Sam Philipps war damals naiv genug, den jungen Künstler für schlappe 35.000 Dollar an das Major Label zu verhökern.
Das Ende des Rock & Roll war damit eingeläutet - danach eröffnete uns, quasi "ferngesteuert" durch seinen schlitzohrigen Manager Parker, der Publikumsliebling eine universelle Pop-Galaxie. Diese existiert immer noch und erweitert sich permanent. Elvis´ Todestag läßt nicht nur dem Moderator mannigfache Erinnerungen an den 16. August 1977 hochkommen. In der Dreistundensendung wird auch nochmal an die musikalische Vorgeschichte des "King of Rock & Roll" erinnert. Eines der Zauberwörter dazu ist sicherlich die Gospelmusik, mit der ein religiös erzogener Countryboy Elvis Aaron in der Südstaaten-heimischen Community musikalisch sozialisiert und großgeworden ist.
Zitat aus der genannten Titelstory:  Elvis - eines der reichsten, wundersamsten musikalischen Lebenswerke, die die Popkultur überhaupt hervorgebracht hat. John Lennon hat den berühmten Satz gesagt: "Before Elvis, there was nothing!" In gewisser Weise muss man sagen:  He did it all!

  • Sendetermin: „Die Lange Rille“, Samstag, 19. August 2017, 21 Uhr

 

Steve Earle: "Terraplane"

Irgendwie hatte der Mann dann, grad so wie sein früherer Kumpel Townes Van Zandt, "die Faxen echt dicke ...". Nach all seinen genial-schrägen musikalischen Gehversuchen, diversen Nervenzusammenbrüchen, einem halben Dutzend Scheidungen und mindestens ebensovielen verkorksten Ehen, hat er es dann deutlich gespürt - er hat den Blues. Und den ganz großen Weltschmerz außerdem. "Hell, everybody´s sick of all my f---ing happy songs anyway.", so Steve Earle in den Liner Notes zu seinem vorletzten Album "Terraplane" (2015), das in dieser Folge zu hören sein wird. Treu geblieben ist er sich trotz alledem. Ein echter musikalischer "Outlaw" - grad so wie Waylon Jennings seinerzeit; und auch wie Billy Joe Shaver und Jerry Jeff Walker. Er macht halt einfach "sein Ding" - diesmal in ruppigen Blues-Akkorden. Der Vorgänger der soeben erschienenen Neuproduktion "So You Wanna Be An Outlaw" ist ein echtes Blues-Album. 

  • Sendetermin: „Lonesome Traveler“, Sonntag, 20. August, 19 Uhr

 

Tanzmusik und Jazz aus Skandinavien, Folge 1/2017

Dieses Jahr gibt es im „Tanzparkett“ einen kleinen Schwerpunkt mit skandinavischen Platten überhaupt und schwedischen im besonderen.
Die ausgeprägte Musikalität, die von jeher auch in der Folklore zum Ausdruck kommt, prädestinierte die nordischen Länder zum Aufbau einer vielseitigen Jazz- und Tanzmusikszene, die heute ihrerseits schon längst zur dortigen musikalischen Tradition gehört.
Wir wiederholen am Sonntag im „Tanzparkett extra“ die Sendung, mit der wir am 26. April die Skandinavienreihe 2017 eröffneten.
Weitere Sendungen zum Thema Skandinavien befinden sich in Vorbereitung.

  • Sendetermin: „Tanzparkett extra“, Sonntag, 20. August 2017, 17 - 18 Uhr
  • Wiederholung: Montag, 21. August 2017, 9 Uhr

 

Handmade-Sonderausgabe zu Pete Lincoln

Pete Lincoln – Sänger und Komponist aus England – ist seit 2006 der aktuelle Sänger der Rocklegende The Sweet. Aber auch solo ist er erfolgreich unterwegs, und er hat bereits mit unzähligen namhaften Künstlern Studio und Bühne geteilt. Vor seiner Zeit bei The Sweet war Pete von 1996 bis 2006 Sänger bei Sailor. Ansonsten hat er im Laufe seiner Karriere als Gitarrist und Sänger mit namhaften Künstlern wie z.B. Sir Cliff Richard, Tina Turner, Shakin' Stevens oder Dannii Minogue zusammengearbeitet.
Aus der Zeit bei Cliff Richard entstand eine gute Freundschaft mit zwei Musiker-Kollegen, mit denen Pete nun ein neues Projekt namens „Frontm3n“ an den Start gebracht hat. Die Band besteht aus ihm, Peter Howarth (aktueller Sänger der Hollies) und Mick Wilson (aktueller Sänger von 10 CC). Die drei bringen zusammen einzigartige Akustikversionen der Hits von The Sweet, den Hollies und 10 CC und noch vieles mehr auf die Bühne.
Auch solo hat Pete einiges zu bieten, denn da hat er nach „Under Cover“ und „Soul Searching“ im letzten Jahr sein drittes eigenes Album „Heartbeat“ herausgebracht.
In Handmade bringen wir euch daher einen einstündigen Querschnitt durch Petes verschiedene musikalische Projekte von Sailor über The Sweet über Frontm3n sowie seine Solo-Titel.
Vor der Sonderausgabe von Handmade über diesen tollen Künstler wiederholen wir darüber hinaus ab 19 Uhr noch eine Stunde unseres ersten Specials über Pete Lincoln aus 2011 inklusive Interview in den „Handmade Classics“, moderiert von Cap K.

  • Sendetermine: „Handmade Classics“, Mittwoch, 23. August 2017, 19 Uhr
  • „Handmade“, Mittwoch, 23. August 2017, 20 Uhr

Live-Stream.

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